Tue Gutes und erzähle weiter, wenn jemand darüber redet

Wenn in einer Fachzeitschrift wie Geschichtskultur Ruhr eine Besprechung über 111 Orte im Ruhrgebiet, die uns Geschichte erzählen erscheint, freut uns das sehr. Christoph Wilmer beschreibt das Buch als Einladung zu einem Spaziergang durch die Geschichte des Ruhrgebiets, im  „besten Sinne des Flanierens.“

Geschichtskultur Ruhr, 01/2015

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Von Essen nach Dortmund – Die Sinfonie Nr. 6 a-Moll von Gustav Mahler

Gestern kam mir der Hinweis auf ein Konzert der Dortmunder Philharmoniker ins Haus. Heute und morgen spielen sie im Dortmunder Konzerthaus die Sinfonie Nr. 6 a-Moll von Gustav Mahler. Aufgemerkt habe ich bei dem Hinweis auch deshalb, weil wir mit dem Essener Saalbau als einem der 111 Orte im Ruhrgebiet, die uns Geschichte erzählen die Geschichte der Uraufführung dieser Sinfonie im Mai 1906 erzählen.

Diese Uraufführung in Esssen war eine Art Ruhrtriennale-Veranstaltung der Boom-Zeiten. Imagefördernd hätte man damals zwar nicht gesagt, doch der Ruhm Gustav Mahlers sollte die Unternehmer und Fabrikanten der Region sicher adeln. Allerdings kam damals die Kultur im Schlepptau der Arbeit und war ihr nicht werbewirksam als Standortfaktor vorangereicht.

Im folgenden Clip sprechen der Orchestermanager der Dortmunder Philharmoniker, Michael Dühn, sowie der Künstlerische Leiter des Orchesterzentrum NRW über die Zusammenarbeit für die Aufführung und die Sinfonie Nr. 6 von Gustav Mahler.

Also, heute und morgen um 20 Uhr im Konzerthaus Dortmund spielen die Dortmunder Philharmoniker die Sinfonie Nr. 6 a-Moll von Gustav Mahler. Eine Einführung findet um 19.15 Uhr statt.

Karten und Informationen des Theaters Dortmund mit einem Klick weiter oder unter 0231.502 72 22.

Fundstücke – Von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs im Ruhrgebiet

Kompakt und erhellend, das steht als Motto über der Rubrik Fundstücke, in der ich Zitate online stellle, die ein Schlaglicht auf die Ruhrgebietsgeschichte werfen.

Und tatsächlich waren, wie alliierte Überprüfungen bald ergaben, die Zerstörungen im Wirtschaftssektor keineswegs so umfassend wie ursprünglich angenommen, nicht einmal in Deutschland. Der Luftkrieg hatte, trotz aller Opfer weniger Schaden angerichtet, als von seinen Befürwortern erwartet. Im Mai 1945 waren knapp über 20 Prozent der deutschen Produktionsanlagen zerstört. Selbst im Ruhrgebiet, Ziel zahlreicher alliierter Luftangriffe, waren zwei Drittel der Betriebe mitsamt Maschinen intakt. […] Die ausgeprägte Asymetrie der Zerstörungen – Menschen und Städte litten am meisten, während Fabriken und Waren vergleichsweise glimpflich davonkamen – trug nach 1945 zu einem unerwartet raschen Aufschwung zentraler Wirtschaftsbereiche bei.

Tony Judt: Geschichte Europas. Von 1945 bis zur Gegenwart. München 2006. Zitiert nach Fischer TB, 2012, S. 105.