Fundstücke – Von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs im Ruhrgebiet

Kompakt und erhellend, das steht als Motto über der Rubrik Fundstücke, in der ich Zitate online stellle, die ein Schlaglicht auf die Ruhrgebietsgeschichte werfen.

Und tatsächlich waren, wie alliierte Überprüfungen bald ergaben, die Zerstörungen im Wirtschaftssektor keineswegs so umfassend wie ursprünglich angenommen, nicht einmal in Deutschland. Der Luftkrieg hatte, trotz aller Opfer weniger Schaden angerichtet, als von seinen Befürwortern erwartet. Im Mai 1945 waren knapp über 20 Prozent der deutschen Produktionsanlagen zerstört. Selbst im Ruhrgebiet, Ziel zahlreicher alliierter Luftangriffe, waren zwei Drittel der Betriebe mitsamt Maschinen intakt. […] Die ausgeprägte Asymetrie der Zerstörungen – Menschen und Städte litten am meisten, während Fabriken und Waren vergleichsweise glimpflich davonkamen – trug nach 1945 zu einem unerwartet raschen Aufschwung zentraler Wirtschaftsbereiche bei.

Tony Judt: Geschichte Europas. Von 1945 bis zur Gegenwart. München 2006. Zitiert nach Fischer TB, 2012, S. 105.

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