Schimanski ist…ach, Götz George – Klickhinweis Zebrastreifenblog

Als ich über die Zusammenstellung der 111 Orte für das Buch nachdachte, wusste ich sofort, mit einem Ort musste ich „Schimanski“ erzählen. Denn die jüngste Geschichte der Ruhrstadt ist ohne Filmfigur Schimanski, verkörpert durch Götz George, nicht zu erzählen. Zu dieser Historie gehört nämlich das fortwährende Kreisen um die Identität der Region. „Schimanski“ eröffnete in den 1980er Jahre für eine bis anderthalb Generationen junger Menschen der Ruhrstadt eine Möglichkeit, sich zur Ruhrstadt zu bekennen. Götz George spielte den Schimanski zwar in Duisburg, aber junge Menschen der gesamten Ruhrstadt nahmen die Hafenstadt als Teil ihrer Lebenswirklichkeit. Götz George ist am 19. Juni gestorben. Drüben im Zebrastreifenblog habe ich einen kurzen persönlichen Nachruf auf Götz George geschrieben.

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Der Sportplatz des Ruhrorter TV als Keimzelle vom EuroPortsCup

Drüben im Zebrastreifenblog begleite ich die Duisburger Akzente mit einer inoffiziellen Programmreihe. Auch im Beitrag gestern warf ich einen Blick in die Historie Duisburgs, so dass der Beitrag auch hierher passt. Es ging um den Sportplatz des Ruhrorter TV, wie überhaupt man an den Fußballplätzen der Ruhrstadt entlang auch die Geschichte dieser Ruhrstadt erzählen kann. Als 2012 “111 Fußballorte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss” erschien, gab es das historische Konzept im Verlag noch nicht. Dennoch wurde auch dieses Buch in großen Teilen ein historisches Buch. Der Text unten ist ihm entnommen.

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Der Sportplatz Ruhrorter TV
Gestern Zeltplatz, heute Festsaal

Der Ruhrorter Verteilerkreis am Rand des Stadtteils liegt in fast jeder Himmelsrichtung nah am nächsten Hafengewässer. Ruhrort besaß nicht viel Platz zur Ausdehnung. Klein blieb so der Stadtteil, dessen Geschichte an vielen Ecken spürbar ist. In der letzten Zeit entdeckten Künstler und Kulturschaffende dessen Reiz. Ob das Hoffnungswort vom Kreativquartier sich weiter mit Leben füllt? Hafen – der weckt Bilder einer intensiven Wirklichkeit, und er könnte Motor dafür sein.
Genauso wie der Hafen auch die Freizeitfußballer im Ruhrorter Turnverein, RTV Staubwolke, und die vom VfvB Ruhrort/Laar, die »Amtsschimmel«, auf eine Idee mit andauernden Folgen brachte. »Hafenturnier« nannten sie die Fußballveranstaltung für Freizeitmannschaften europäischer Hafenstädte zu Pfingsten 1984. Gegner kamen aus Amsterdam, Basel und Bremen, und die Verhältnisse waren bescheiden. Übernachtet wurde in Zelten auf dem Sportplatz.
Inzwischen heißt das jährlich in wechselnden Hafenstädten stattfindende Turnier »EuroPortsCup«, zu dem Bürgermeister vor Ort, ob in Hamburg, Bergen oder Malmö, Eröffnungsreden halten. Es wird mit zwei Jahren Vorlauf geplant, und Festbankette stehen auf dem Programm. 12 bis 14 Mannschaften nehmen in der Regel teil, die Wirtschaftslage bestimmt, welche. Denn fast alle sind nun Betriebsmannschaften von Reedereien oder von Hafenbetreibern wie Duisburgs »duisport« und werden von den Arbeitgebern gesponsert. RTV Staubwolke blieb als einzig unabhängige Freizeitmannschaft übrig, auch weil der Spielergenerationenwechsel meist unproblematisch verlief.
Und warum Staubwolke? Der Ascheplatz des Ruhrorter TV, auf dem sich 1977 die noch jugendlichen Fußballer erstmals trafen, besaß einen Unterboden aus Trümmerschutt des Zweiten Weltkriegs. Der wurde zu einer solch wirksamen Drainage, dass die oft dichten Staubwolken den Ball nicht mehr erkennen ließen – im Pott nicht selten.

Als 1978 die Binnenschifffahrt in deutschen Wohnzimmern begeister

Drüben im Zebrastreifenblog begleite ich die Duisburger Akzente mit einer inoffiziellen Programmreihe. Mein heutiger Beitrag passt auch hierher, spielt der Ruhrorter Hafen dabei doch eine besondere Rolle. Bei Interesse: Mit einem Klick geht es weiter zu den bisherigen Beiträgen des inoffiziellen Akzente-Programms im Zebrastreifenblog.

Noch bevor 1981 die erste Schimanski-Folge Ruhrort und damit Duisburg endgültig zum selbstverständlichen Handlungsort eines fiktionalen TV-Geschehens machte, nutzte schon 1978 die TV-Serie MS Franziska das erzählerische Potential von Duisburg und dem Ruhrorter Hafen als Teil der Binnenschifffahrtswelt. Regie führte Wolfgang Staudte, die Bücher hatte Heinz Oskar Wuttig geschrieben. Die ARD richtete mit der Erstausstrahlung der Serie seinerzeit den Montagabend als neuen Seriensendeplatz ein, und MS Frankziska hatte großen Erfolg.

Wie sehr für mich die Welt der Binnenschifffahrt grundsätzlich mit meiner Ruhrorter Hafenwelt verschmolzen war, seht ihr daran, dass in meiner Erinnerung die gesamte Serie ihren Handlungsschwerpunkt in Duisburg besaß. Was nicht stimmt. Zwei Folgen nur spielen in Duisburg. Ein Binnenschiff liegt nun mal nicht vornehmlich vor Anker, sondern es ist in der MS-Franziska-Welt auch mal auf dem gesamten Rhein unterwegs.

Mit dem Anfang der ersten Folge sehen wir die MS Franziska im Mittelrheintal, und ein Grundkonflikt der Serie wird etabliert. Der von Paul Dahlke gespielte Binnenschiffer im Rentenalter Jakob Wilde ist ganz Patriarch alter Schule. Er glaubt weiterhin auf die Anforderungen des Lebens die besseren Antworten zu haben als seine Söhne. In dieser einführenden Szene geht es natürlich um die grundsätzliche Fähigkeit eines Binnenschiffers, das Steuern des Frachtschiffes, das er seinem von Ulrich von Dobschütz gespielten Sohn Paul in einer Gefahrensituation aus der Hand nimmt.

Die Folge 2, Zum Grünen Hahn, spielt vor allem in Ruhort und Homberg. Die MS Franziska liegt in Ruhrort vor Anker. Jakob und Paul warten auf einen lukrativen Frachtauftrag. Das Alltagsleben in der Binnenschifffahrt wird mit Fahrtauglichkeitsprüfung von Jakob und den Begegnungen mit dem Hafenpastor erzählt. Zudem beginnt für den von Jochen Schroeder gespielten Enkel Jakobs, Niko Wilde, ein zehnwöchiger Lehrgang auf dem im Homberger Eisenbahnhafen liegenden Schulschiff Rhein.

In der Folge 4, Probefahrt, liegt die MS Franziska mit einem Motorschaden in Duisburg fest. Dramatik erhält die Folge durch den Blinddarmdurchbruch von Paul. Für ihn muss Jakob einen Ersatz suchen muss, als er für die MS Franziska einen Frachtauftrag erhält.

Bei Wikipedia gibt es hauptsächlich die inhaltliche Zusammenfassung der einzelnen Folgen. Zusammen mit dem Episodenguide bei Fernsehserien.de erhält man ein gutes Bild vom Handlungsgeschehen.

Auf der Seite TV-Nostalgie gibt es Ausschnitte aus einem Interview, das der Seitenbetreiber mit dem Komponisten der Filmmusik, Peter Schirmann, geführt hat.

Sämtliche Folgen finden sich auf YouTube.

Ruhrort – Damals

Wer gestern  beim Lebendigen Adventskalender in Ruhrort ein Türchen öffnete, konnte mir bei einer Lesung zuhören. Es hat mir großen Spaß gemacht, eine Viertelstunde Texte zur Ruhrstadt-Wirklichkeit zu lesen und meinen Sinn für Komik mit ein paar Gedichten zu zeigen. Mein Einstiegstext ruft ein Ruhrort der 1960er Jahre in Erinnerung. Ein Blog zur Geschichte der Ruhrstadt scheint mir ebenfalls ein geigneter Ort für diesen Text.

Meine ersten Lebensjahre habe ich in Ruhrort verbracht. Dort bin ich in den Kindergarten gegangen, pumpte im Hafenmund, jedes Mal aufs Neue begeistert, Wasser aus den Handpumpen am Leinpfad und wartete im Hochsommer meist vergebens auf dem Hanielspielplatz, dass das Wasser aus den Spritzdüsen der Klettergerüste spritzte. Von der Geschichte Ruhrorts erfuhr ich in Heimatkunde auf der Grundschule Homberger Straße, und habe mir nicht vorstellen können, dass die Kinder anderer Stadtteile etwas wie “Heimatkunde” überhaupt brauchten. Was sollten die lernen, wenn der Stadtteil keinen Hafen hatte? Alles andere war doch uninteressant und ohne besondere Bedeutung.

Der Blick von der Mühlenweide den Rhein hinunter, das war mein Blick auf die Nordsee. Selbst die größten Dinge wurden rheinabwärts ganz klein. So etwas gab es in keinem anderen Stadtteil, so dachte ich. In anderen Stadtteilen versperrten Häuser die Sicht und alles Große verschwand hinter der nächsten Ecke. Der Zutritt zu den großen Werksgeländen war sogar verboten. Im Ruhrorter Hafen lagen die Dinge offen. Schiffe waren beim An- und Ablegen zu beobachten. Abgedeckte Planken gestatteten Blicke in die Bäuche eines jeden Lastschiffs. Die Kräne als riesige Vögel mit großen gefährlichen Schnäbeln auf der anderen Seite des Hafenbeckens verlangten Respekt. Ich konnte mir aber selbst ein Bild von ihnen machen anders als von den Hochöfen.

Schon der Wohnort meiner Großeltern, Meiderich, war für mich im Gegensatz zur Nordseestadt Ruhrort ein staubiges Wüstendorf tief im Landesinneren, dessen Einwohner ich bedauerte. Ich fragte mich, wieso das vom Rhein noch entfernter gelegene Oberhausen im Rheinland liegen sollte. Immer wieder las ich das rätselnd auf dem Bahnhofsschild im Oberhausener Hauptbahnhof. Als Kind aber nimmt man die verwunderlichsten Aussagen von Erwachsenen einfach hin. Nach dem Essen von Obst darf man nichts trinken etwa. Unzählige Male habe ich mich nicht an diese damalige Grundregel erwachsenen Lebens gehalten und nichts passierte. Da kam es auf eine Ungereimtheit mehr auch nicht an.

Ich selbst wusste es besser. Ruhrort, das war die einzige lichte Welt des Wassers in dieser Gegend.

Bilderbogen Duisburg – Teil 2: Schiffahrt und Erholung

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Heute sind die restlichen Stadtansichten Duisburgs zu sehen, die im Bilderbogen „Duisburg – Sport Schiffahrt Erholung“ wahrscheinlich etwa Mitte der 1930er Jahre veröffentlicht wurden. Die Bilder zum „Sport“ habe ich schon schon  in einem eigenen Beitrag online gestellt.  Für die „Schiffahrt“ werden mit Schiffferbörse und Hafenmund zwei  Ansichten von Ruhrort gezeigt, die bis zur Gegenwart Lieblingsmotive der Fotografen Ruhrorts geblieben sind. Alleine mit den Veränderungen auf den Fotos über die Jahre hinweg ließe sich eine kleine Geschichte der Binnenschiffahrt illustrieren. Hier nun die alte Schifferbörse, die im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde. Aber erst ein Brand nach dem Krieg zerstörte sie vollends. Das zweite Foto darunter zeigt den Blick an der Schifferbörse vorbei in den Hafenmund. Im Hintergrund ist die Admiral-Scheer-Brücke zu sehen, die im März 1945 von der Wehrmacht gesprengt wurde.

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Mit der Hafenansicht taucht Duisburgs Industrie nur in einer romantischen Form auf. Hafenatmosphäre klang anscheinend auch damals schon mehr nach Freizeit als nach Arbeit. Offensichtlich soll der Bilderbogen Duisburg keinesfalls an die Wirklichkeit der Industriearbeit erinnern. Die Stadt wirkt mit ihm wie ein touristisches Ziel für einen kürzeren Aufenthalt. Die Industriestadt Duisburg gibt es nicht mehr, stattdessen bestimmen die Möglichkeiten zur „Erholung“ den durch den Bilderbogen geweckten Eindruck von der Stadt.

Für den 1934 eröffneten Tierpark wird ein Teil der Bärenkäfige gezeigt, der noch bis etwa Anfang der 1970er Jahre so vorhanden war. Heute würde ein Zoobesuch kaum mehr unter der Rubrik Erholung aufgeführt werden. Heute wünschen sich Zoos die Gütesiegel Erlebnis und Event. Die Erholung klingt inzwischen zu sehr nach Ruhe und einer Zeit, in der zu wenig geschieht, um für Besucher attraktiv zu sein.

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Die verschneite Idylle im Wald kennen wir dagegen ebenfalls noch als Sehnsuchtsort der Ruhe. Damit verbindet sich immer noch die Erholung. Aus heutiger Sicht überrascht das letzte Bild des Bilderbogens, mit dem die Beecker Kirmes als Ort der Erholung gezeigt wird.

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Wir wissen noch nicht, ob wir im Buch den Beecker Markt aufnehmen, eben wegen der Beecker Kirmes mit ihrer langen Tradition als Schweinemarkt. Auch wenn schon erste Texte entstanden sind, suchen wir weiter nach Orten im Ruhrgebiet, die uns Geschichte erzählen. Deshalb:  Schickt uns Eure Orte im Ruhrgebiet, die Geschichte erzählen. Wenn ihr nur historische Fotos habt, finden wir vielleicht die Geschichte dazu. Wenn ihr nur die Historie kennt, versuchen wir ein Foto dazu zu bekommen.  Unter den Einsendern verlosen wir 5 Exemplare von dem im Herbst 2014 erscheinenden Buch.

Ausführliche Hinweise zu dem Buchprojekt findet ihr mit einem Klick weiter.

Moderner Sport Basketball im Ruhrort der 1950er Jahre

Nach dem 2. Weltkrieg konnte der Basketball in Deutschland nicht an eine lange Tradition anknüpfen. So fasste der Ballsport an vielen Orten mit Hilfe von Besatzungssoldaten wieder Fuß. Etwas anders war es im Duisburger Hafenstadtteil Ruhrort. Dort wurde zwar Ende der 1940er Jahre auch Basketball gespielt, doch die Basketballer waren keine Soldaten sondern französische Mitarbeiter der Speditionsfirma Compagnie General pour la Navigation du Rhin. Einige ihrer jungen deutschen Kollegen fanden den Sport interessant und begannen regelmäßig mitzuspielen. Als die jungen Männer schließlich am Wettbewerbsbetrieb teilnehmen wollten, war schnell klar, dazu musste ihre Spielgemeinschaft ein offizieller Sportverein werden. Statt einen Verein neu zu gründen schlossen sich die Basketballer im Jahr 1950 dem VfvB Ruhrort/Laar an, dessen Basketballabteilung bis heute Bestand hat.

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VfvB Ruhrort/Laar gegen Homberger TV. Spielausgang ist unbekannt. Der Platz befand sich am Ruhrdeich.

Zu den Spielern dieser ersten Herrenmannschaft des VfVB Ruhrort/Laar gehörten Jean Amiot, François Burckel sowie Spieler, deren Vornamen mir momentan noch unbekannt sind: Fabre, Risant und Pantin. Ein Engländer namens Maddams gehörte zu jenen Spielern. Die damals jungen Deutschen waren Werner Nagel, Hans-Joachim Wagener, Hermann Ulff, Alfred Vogedes und Werner Müßig. Der Basketball war in diesen Tagen nicht unbedingt ein Hallensport. Aschenplätze gab es auch für Basketballer. Die Hallenspielstätte des VfvB befand sich zunächst in Ruhrort an der Homberger Straße, die Turnhalle der heutigen Grundschule, später in Laar an der Werthstraße.

Nur wenig später gab es eine Damenmannschaft, die lange Zeit in der damals höchsten Spielklasse, der Oberliga, mitspielte. Zu den Spielerinnen dieser ersten Stunde gehörten u. a. Anneliese Fandrey, Anneliese Kluwen, Ulla Kuhlins, Ellen Hellmich, Elfie Lambertz, Christel Hewel und Renate Thomassen. Noch wirkt der Korb auf dem Bild unten selbst gefertigt, und die damals übliche Wurftechnik habe ich selbst zwar als Jugendspieler für Distanzwürfe – noch ohne Dreipunktelinie – kennengelernt, inzwischen gehört sie ganz der Historie an.

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Auf heutigem Duisburger Stadtgebiet war der VfvB Ruhrort/Laar nicht der erste offizielle Basketballverein. Als der Betriebssportgemeinschaft von Compagnie General noch die frühe Form des Streetballs genügte, gab es im damals zum Kreis Moers gehörenden Homberg schon Anhänger des Vereinssports Basketball. 1949 wurde im Homberger TV eine Basketballabteilung gegründet. Zur Frühzeit des Basketballs in Duisburg gehörten außerdem zwei 1951 gegründete Basketballabteilungen, die des TuS Duisburg 48/99 und die des TuS Rheinhausen. Die Basketballabteilung des Homberger TV hat sich vor einiger Zeit mit der des Rumelner TV und der des Vfl Rheinhausen zur BG Duisburg-West zusammengeschlossen.

Und nun vielleicht ihr: Schickt uns Eure Orte im Ruhrgebiet, die Geschichte erzählen. Wenn ihr nur historische Fotos habt, finden wir vielleicht die Geschichte dazu. Wenn ihr nur die Historie kennt, versuchen wir ein Foto dazu zu bekommen.  Unter den Einsendern verlosen wir 5 Exemplare von dem im Herbst 2014 erscheinenden Buch.

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Die wahre Fabrikstraße in Ruhrort – 1971

Im Moment lesen wir viel und verfolgen einige Nebenlinien des Geschehens der Vergangenheit. Ich stöber außerdem immer noch in alten Familienfotos. Je mehr ich sehe, desto öfter blicke ich auf mir unbekannte Menschen. Alltagsgeschichte machen sie durch Kleidung, Hintergrund oder Aufnahmesituation erfahrbar. Die bedeutsame Geschichte des Fotos war mit den gezeigten Personen verbunden. Niemand hat sie mir erzählt. Ich müsste sie erfinden. Dafür bieten solche Fotos Atmosphärisches. Sie regen an, das Konkrete in der Geschichte des Ruhrgebiets zu suchen und in ganz allgemeiner Form stoßen sie Erinnerungen an.

Menschen sind auf den Fotos unten nicht zu sehen. Weil ich aber neulich den Verlauf der Fabrikstraße in Duisburg-Ruhrort falsch erinnert habe, möchte ich es mit zwei weiteren Fotos noch einmal versuchen. Vorsichtshalber habe ich nachgefragt, ob ich mich dieses Mal wieder irre. Die Fotos sind wohl am Erstkommunionstag 1971 entstanden. Der Standort des Fotografen war auf Höhe des Eingangs zu St. Maximilian, Blickrichtung ist Haniel. Bis zur Kommunionsmesse war noch einige Zeit.

1971_Ruhrort_Fabrikstr_1webDie andere Straßenseite gibt es ebenfalls.

1971_Ruhrort_Fabrikstr_2webUnd nun vielleicht ihr: Schickt uns Eure Orte im Ruhrgebiet, die Geschichte erzählen. Wenn ihr nur historische Fotos habt, finden wir vielleicht die Geschichte dazu. Wenn ihr nur die Historie kennt, versuchen wir ein Foto dazu zu bekommen.  Unter den Einsendern verlosen wir 5 Exemplare von dem im Herbst 2014 erscheinenden Buch.

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